StartseiteKolumneGrenzen machen frei

Grenzen machen frei
Ja, dies tönt sehr paradox. Hier rede ich von Grenzen, die sich jeder Mensch selber setzt, mit dem Ziel sich abzugrenzen. Diese Art der Grenze bietet Schutz und Sicherheit. Sie klar zu setzen hat den Vorteil, dass ich mir meiner eigenen Bedürfnisse bewusst bin und für mein Wohl einstehen kann. Für meine Mitmenschen wird es so auch einfacher, denn sie müssen sich keine Gedanken darüber machen, ob es für mich zu viel ist oder nicht. Im Alltag machen wir allzu oft Dienste für die Anderen, die wir eigentlich gar nicht wollen. „Würdest Du bitte…?““Ja, selbstverständlich.“ Nachhinein ärgern wir uns darüber, dass uns andere ausnutzen, nicht dankbar sind usw. Aber wieso machen wir das? Wir wollen allzu gerne „die Liebe“ sein! Diese Tatsache ist uns meistens nicht bewusst. Oder in der Arbeit: die Angst nicht zu genügen, die uns treibt immer mehr anzunehmen bis sich der Körper mit verschieden Symptomen, wie etwa Rückenschmerzen wehrt, oder gar mit einem„Burnout“. Den Arbeitgebern verursachen solche Ausfälle enorm hohe Kosten und niemandem ist damit gedient. Ich bin nicht der Meinung, dass wir anderen nichts mehr zuliebe tun oder im Geschäft auf der faulen Haut liegen sollen, ganz im Gegenteil- aber es sollte nicht auf die Kosten der Gesundheit gehen.

Sagen Sie bewusst Ja
Im Privaten ist es gut, wenn wir lernen, Leistung aus vollem Herzen zu erbringen und keine Gegenleistung dafür zu erwarten, nicht einmal ein Dankeschön. Aus tiefstem Herzen zu geben, ist schon Geschenk genug, oder nicht? Es ist viel ehrlicher auch einmal Nein zu sagen und zwar ohne schlechtes Gewissen. Grenzen setzen